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Alain Reinicke
Immobilien
T.: 0371 367 4444  /  M.: 0177 587 0052kontakt@alainreinickeimmobilien.deWeststraße 103, 09116 Chemnitz

Grundstück kaufen in Chemnitz und Umgebung: worauf es ankommt

Ein Grundstück ist schnell gekauft und lange nicht bebaubar. Diese Checkliste zeigt, was Baufamilien in Chemnitz, im Erzgebirge und in Mittelsachsen vor der Unterschrift prüfen sollten.

Darf ich hier bauen – und wie?

Maßgeblich ist der Bebauungsplan der Gemeinde. Er regelt Grundflächenzahl, Geschossflächenzahl, Zahl der Vollgeschosse, Dachform, Firstrichtung und Baugrenzen. Gibt es keinen Bebauungsplan, gilt § 34 BauGB: Gebaut werden darf, was sich in die umgebende Bebauung einfügt. Eine Bauvoranfrage bei der Bauaufsichtsbehörde schafft vor dem Kauf Klarheit und kostet einen Bruchteil dessen, was ein Fehlkauf kostet.

Erschließung: der teuerste Posten, den viele übersehen

„Erschlossen“ heißt: Straße, Wasser, Abwasser, Strom und Telekommunikation liegen an der Grundstücksgrenze an. Erschließungsbeiträge nach § 127 BauGB können bei unerschlossenen Grundstücken fünfstellig ausfallen. Lassen Sie sich von der Gemeinde schriftlich bestätigen, ob und in welcher Höhe Beiträge noch offen sind – mündliche Auskünfte helfen im Streitfall nicht.

Baugrund, Altlasten und Grundbuch

  • Baugrundgutachten – klärt Tragfähigkeit, Grundwasserstand und ob eine aufwendige Gründung nötig wird.
  • Altlastenkataster – bei ehemals gewerblich genutzten Flächen unbedingt einsehen.
  • Grundbuch Abteilung II – Wegerechte, Leitungsrechte, Nießbrauch, Erbbaurechte.
  • Baulastenverzeichnis – steht nicht im Grundbuch, kann aber die Bebaubarkeit stark einschränken.

Was kostet der Quadratmeter?

Orientierung gibt der Bodenrichtwert, den der Gutachterausschuss für jede Zone veröffentlicht. Er ist ein Durchschnittswert und muss an Zuschnitt, Hanglage, Erschließungszustand und Bebaubarkeit angepasst werden. In Chemnitz und dem Umland liegen die Preise je nach Ort und Lage weit auseinander – ein Grundstück am Kaßberg ist mit einem Bauplatz im ländlichen Mittelsachsen nicht vergleichbar. Aktuelle Werte nennen wir Ihnen im Gespräch für die konkrete Lage.

Häufige Fragen

Wie hoch sind die Nebenkosten beim Grundstückskauf in Sachsen?

In Sachsen fallen an:

  • 5,5 % Grunderwerbsteuer (seit 1. Januar 2023, vorher 3,5 %)
  • rund 1,5–2 % für Notar und Grundbucheintragung
  • gegebenenfalls die Maklerprovision

In Summe sollten Sie mit etwa 8 bis 11 Prozent des Kaufpreises zusätzlich rechnen.

Was ist der Unterschied zwischen Bauland, Bauerwartungsland und Rohbauland?

Bauland (baureifes Land) darf sofort bebaut werden und ist erschlossen.
Rohbauland ist planungsrechtlich für Bebauung vorgesehen, aber noch nicht erschlossen oder nicht parzelliert.
Bauerwartungsland ist Fläche, bei der eine künftige Bebaubarkeit nur wahrscheinlich ist – ohne jede Garantie.

Der Preisunterschied zwischen den drei Kategorien ist erheblich – das Risiko ebenfalls.

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